1. FC Union Berlin / RW Oberhausen
Vorschau: 1. FC Union Berlin (4.) – Rot-Weiß Oberhausen (2.), Sa., 14 Uhr
…sang eine gewisse Schlagerikone Katja Ebstein (kennen nur noch Rolf Oppenländer und ich) in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Wenn Katja gewusst hätte, welches Wunder der 1. FC Union am Samstag benötigt, wäre ihr sicherlich die Stimme weggeblieben. Einige Parameter müssen erfüllt werden, damit die Köpenicker noch den Aufstieg in die 2. Liga feiern können. Vielleich einige Parameter zuviel, denn Erfurt müsste gegen die Fortuna aus Düsseldorf punkten und selbst müssten die Unioner Rot-Weiß Oberhausen nicht nur schlagen sondern auch vier Tore mehr schießen. Obwohl Oberhausen zwei bzw. drei Zähler vor Düsseldorf und Union liegt, muss die Elf vom Niederrhein wohl auf Sieg spielen, um am Ende nicht mit leeren Händen und hängenden Köpfen den Rasen der Alten Försterei zu verlassen.
Stimmung: Optimistisch ruhig – so kann man die Woche beim 1. FC Union treffend zusammenfassen. Das 7:3 in Lübeck offenbahrte einige Abwehrprobleme, die Uwe Neuhaus in der Analyse mit den Spielern wohl mehr als einmal auswertete. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht gegen die Berliner, deswegen kann man gegen RWO eigentlich gar nichts falsch machen. Schafft man die Sensation, werden Dämme der Freude brechen. Wenn nicht, freut man sich auf eine geile 3. Liga in der nächsten Saison. Wie Fußball-Wunder funktionieren, wissen zwei wichtige Spieler der Berliner ganz genau. Marco Gebhardt hatte sein Aha-Erlebnis mit Eintracht Frankfurt in der Saison 1999 als die Hessen in 45 Minuten vier Tore nachlegten und damit in der 1. Liga blieben. Nico Patschinski machte ein Tor im legendären Weltpokalsiegerbesieger-Spiel im Trikot des FC St. Pauli gegen Bayern München. Beide könnten die Mannschaft am Samstag mitreißen.
In Oberhausen war nach dem Spiel gegen Erfurt (0:0) die Entäuschung groß. Den starken Mannen von Trainer Bruns gelang es nicht ihre vielen Chancen zu nutzen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Besonders Terranova und Kaya, die über die gesamte Saison auffälligen Offensivkräfte , versagten vor dem Tor die Nerven. Trotzdem erarbeitete sich RWO wieder sehenswerte Chancen und auf die Abwehrarbeit des Teams ist sowieso Verlass. Nur 32 Tore kassierte man in dieser Saison. In Berlin wollen die Rot-Weißen ihre sensationelle Saison-Leistung mit dem Durchmarsch von der Oberliga in die 2. Bundesliga krönen.
Personal & Taktik: Auch im personellen Bereich geht Union stark gehandicapt in die Partie. Shergo Biran , der vierfache Torjäger im Spiel gegen Lübeck (insgesamt 18 Treffer/ davon 9 für Babelsberg), fehlt nach seiner 10. Gelben Karte. Der zur Rückrunde aufstrebende Stürmer Dustin Heun fehlt weiter verletzungsbedingt, so dass die Torgefährlichkeit der Unioner auf den Schultern von Patschinski und Benyamina lastet. Beide durchliefen zwischendurch eine längere Tor-Durststrecke. Auch die Abwehr der Köpenicker ist immer für einen Gegentreffer “schlecht”. Dort schmerzt der Ausfall von Kapitän Daniel Schulz, der weiterhin verletzt sein wird. Uwe Neuhaus spielt sicherlich mit einer Vierer-Abwehrkette, wobei die Verteidiger Bemben und Gebhardt immer wieder für ein schnelles Spiel auf den Außenbahnen sorgen werden. Im Mittelfeld wird sich besonders Younga-Mouhani immer wieder in die Angriffe einschalten. Benyamina und Patschinski werden vor dem Strafraum die Zweikämpfe suchen, um den einen oder anderen Freistoß rauszuholen. Die Standarts der Unioner durch Mattuschka und Gebhardt sind in der Liga gefürchtet.
Ob RWO-Trainer Bruns mir Vierer- oder Dreier-Kette vor Torhüter Semmler auflaufen wird ist sein großes Geheimnis. Vielleicht wird er doch eher auf die Vierer-Kette zurückgreifen um die Null zu sichern. Gegebenenfalls könnte er auf eine Dreier-Kette umstellen- wie im Spiel gegen Erfurt – , wenn die aktuelle Situation auf den Plätzen in Erfurt und Berlin es fordert. Dann würde Stürmer Tuncay Aksoy als Joker in die Partie kommen. Ob Jens Robben wieder als hängende Spitze agiert?
So wollen sie spielen:
1. FC Union
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Glinker (TW) |
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Göhlert |
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Stuff |
Gebhardt |
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Bönig
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Mattuschka
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Younga-Mouhani |
Spork
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| Benyamina |
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Patschinski |
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| Rot-Weiß Oberhausen |
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Robben |
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Terranova |
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| Landers |
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Kaya |
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Müller
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Kruse |
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| Embers |
Uster |
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Schlieter |
Papas |
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Semmler (TW)
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FanGeist-Prognose: Eine verrückte Saison hat ein verrücktes Finale verdient. Die Berliner Krankenwagen werden um die Alte Försterei Sonderschichten fahren, um Herz-Kreislauf-Attacken von Fußballfans zu behandeln. Union führt zur Halbzeit 4:0 und gewinnt am Ende 4:1 – Oberhausen steigt auf, weil Erfurt gegen Düsseldorf gewinnt.
Für FanGeist am Ball: Sascha Mase.
Ein Artikel von Sascha Mase, veröffentlicht am 30. Mai 2008
@Robby: Es reicht auch ein Punkt für RWO wenn Düsseldorf zu Hause nur Unentschieden spielt, dann bleibt der Abstand bei 4 Punkten einen Spieltag vor Schluss.